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Liebe Kiwanisfreundinnen, Liebe Kiwanisfreunde !

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Liebe Brückenbauerinnen und Brückenbauer,

YES,  WE GÄÄÄÄÄHN!     

 

Lange Weile ≠ Kurze Weile (Teil 2)

 

Ist Bore-Out (anderes für „Ausgelangweilt“) wirklich eine neue Zivilisationskrankheit? Die Symptome sind nicht selten die gleichen wie bei Burn-Out und zwar Kopfschmerzen, Rückenschmerzen, Schlaflosigkeiten aber auch Tinitus. Im Übrigen kann Burn-Out nur jemand bekommen, der „wichtig“ war, oder? Bore-Out kann aber auch ein Entschuldigungsversuch für Faulenzer sein.

 

Ein Beispiel: A. kommt immer schon vor Dienstbeginn , geht viel später, als alle anderen und tut die ganze Zeit so als ob er sehr beschäftigt sei, räumt die Unterlagen am Tisch von einer Seite zu anderen, ist sehr nervös und gestresst.

 

Unten angeführt sind 10 Fragen (Aus dem Buch „Diagnose Boreout“), mit deren Hilfe herausgefunden werden kann, ob Mann/Frau vom Bore-Out betroffen sein kann. Bitte die Fragen mit „Ja“ oder „Nein“ beantworten. Das „Ja“ dann einsetzen, wenn du mehrmals im Monat die abgefragten Dinge empfindest oder tust.

 

Erledigst du private Dinge während der Arbeit?

Ja/Nein

Fühlst du dich unterfordert oder gelangweilt?

Ja/Nein

Tust du ab und zu so, als ob du arbeiten würdest – in Wirklichkeit hast du aber nichts zu tun?

Ja/Nein

Bist du am Abend müde und erschöpft, obwohl du überhaupt keinen Stress hast?

Ja/Nein

Bist du mit deiner Arbeit eher unglücklich?

Ja/Nein

Vermisst du den Sinn in deiner Arbeit bzw. die tiefere Bedeutung?

Ja/Nein

Könntest du deine Arbeit schneller erledigen, als du es tust?

Ja/Nein

Würdest du gerne etwas anderes arbeiten, hast aber Angst vor Arbeitswechsel, weil du dabei zu wenig verdienst?

Ja/Nein

Verschickst du während der Arbeit private e-Mails?

Ja/Nein

Interessiert dich deine Arbeit nicht oder wenig?

Ja/Nein

 

Wenn du mehr als vier Fragen mit einem „Ja“ beantwortest, dann leidest du am Bore-Out oder bist am besten Weg dorthin.

 

Mir ist bei vielen Gesprächen sowohl in Kiwanis-Kreisen als auch in meinem privaten Umfeld immer wieder das Thema „Stress“ bevorzugt „Arbeitsstress“ untergekommen und ich habe nicht immer verstanden, was damit gemeint ist, bis ich mich etwas mehr mit Bore-Out beschäftigt habe. Burn-Out ist bereits mehr als bekannt und der kleine Bruder vom Burn-Out, nämlich Bore-Out, wird immer mehr zur Zivilisationskrankheit und wird meines Erachtens Burn-Out bald als Zivilisationskrankheit Nr. 1 ablösen.

Wenn es beim Thema „Arbeitsstress“ dann nicht nur oberflächlich bleibt und ich nach den Ursachen gefragt habe, so habe ich dann eher herausgehört, dass es sich nicht um Überforderung sondern um Unterforderung, Lange Weile und auch Desinteresse gehandelt hat. Ich bin schon über 18 Jahre selbständig und kann mich nicht mehr genau an meine damalige „Karriere“ als angehender Beamter erinnern. Mir sind nur noch einige Fragen in Erinnerungen geblieben (und das gibt es heute alles nicht mehr!!!, oder???):

 

-       Was macht mein Vorgesetzter eigentlich den ganzen Tag?

-       Was ist eigentlich sein Aufgabengebiet?

-       Er wirkt immer so gestresst – ist er wirklich gestresst?

Wer einmal in der Bore-Out Falle sitzt, kommt so schnell nicht mehr heraus. Auf Kiwanis und unsere Clubs umgelegt, würde ich vorschlagen, die Clubabende interessant, kreativ und kurzweilig zu gestalten, denn auch hier ist die Gefahr von Bore-Out gegeben (Meinung des Autors).

 

Wie kann ich mich vor Bore-Out schützen?

-       Ein Gefühl zu haben, Arbeiten (auch Kiwanis-Arbeit) zu DÜRFEN und nicht zu MÜSSEN.

-       Unsere Arbeit (auch Kiwanis-Arbeit) soll weder überfordern noch unterfordern.

-       Regelmäßig die Frage stellen: macht mir meine Arbeit (auch Kiwanis-Arbeit) noch Spaß?

-       Aktiv werden.

 

Wenn es zu einem „KiwanisBoreOut“ kommen könnte (nur hypothetisch, wird ja nie passieren), so kann dieses Symptom manchmal auch gut sein weil

 

-       es kreativ macht

o   Lange Weile kann den Horizont erweitern

o   Mein Geist ist auf eine Lösung fokussiert

o   Zeit und Muße, um abzuschalten

 

-       es entspannt

o   z.b. nach einem schweren Arbeitstag vor dem Fernseher gepflegt abzusitzen

 

-       es stimuliert

o   das Rad wäre nie erfunden worden, wenn es nicht kreative, gelangweilte Menschen gegeben hätte, die die schweren Lasten nicht mehr tragen wollten (nur eines von vielen anderen Beispielen)

 

 

Lange Weile soll kein Schicksal sein. Was aber sicher nicht helfen wird ist – JAMMERN!!! Was habt ihr für Tipps gegen lange Weile? Würde mich freuen, wenn ihr mir bzw. uns darüber berichten könntet.  

Das „langweilige“ Clubjahr 2009/2010 ist im zweiten Drittel angelangt. Versuchen wir nochmals gemeinsam am umsetzen unserer Kiwanis-Ziele zu arbeiten. Jedes Gespräch mit einem Kollegen, Freund oder auch Fremden hilft uns, Kiwanis noch populärer zu machen und Mitglieder zu gewinnen.

               

Wer von Langeweile befallen ist, wähnt sich untauglich zu jeder Art Arbeit und neigt dazu, seinem Tun allen Sinn und Nutzen abzusprechen. (von Goethe, Johann Wolfgang)

 

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