Streitschlichter – Konfliktlöser – Peermediation
„Wie sich Schülerinnen und Schüler selber helfen“
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Im Rahmen eines Pressefrühstücks stellt der Amtsführende Präsident des Landesschulrates für Salzburg Mag. Herbert GIMPL die positiven Wirkungen der Peermediation an Salzburgs Schulen heraus.
Mit Herrn SCHITTER von KIWANIS Salzburg und der Direktorin des Bundesgymnasiums Seekirchen wird die Erfolgsgeschichte der Peermediation von den Anfängen über Einzelprojekte bis hin zur erstmaligen Installierung einer „Unverbindlichen Übung Peermediation“ am Standort des BG Seekirchen dargestellt.
Durch die Initialzündung von 6 Salzburger KIWANIS-Klub’s unter der Ägide von Chairman Manfred SCHITTER und mit einer massiven Unterstützung der Landeshauptfrau Mag. Gabi BURGSTALLER ist es gelungen, an vielen Salzburger Standorten das Konzept Realität werden zu lassen. Mittlerweile lösen über 260 Streitschlichter, heißt junge Menschen, auf konstruktive Weise Konflikte untereinander selbst auf.
Frau Mag. SEETHALER, Leiterin des BG Seekirchen, spricht von einer wesentlichen klimatischen Verbesserung im Umgang miteinander. Damit meint sie nicht nur die Schüler/Schüler-Ebene, sondern auch die Ebene Lehrer/Schüler.
Die Hauptverantwortliche in der Umsetzung der Peermediationsausbildung, Frau Mag. SCHOBESBERGER ist von der Nachhaltigkeit der Ausbildung überzeugt. Die jungen Peers lernen nicht nur ein Gespräch nach vorgegebenen Strukturen zu führen, sie lernen auch über verschiedene Motive von Konflikten und was ganz entscheidend ist für die Leiterin der Veranstaltung an der Schule: „Schülerinnen und Schüler lernen Gefühle auszudrücken, Konflikte und Ansichten aus verschiedenen Perspektiven zu betrachten, sie lernen sich im Gespräch besser selbst wahrzunehmen und natürlich auch die Gefühlslage der anderen.“
Effektive Peermediation ist eine klassische Win/Win-Situation, sie verbessert in einer Klasse den Gruppenzusammenhalt, sie erhöht aber auch die persönlichen Qualifikationen jedes einzelnen Schülers.
Nach intensiven Vorgesprächen ist es erstmalig gelungen, das oben beschriebene Peemediationskonzept im Rahmen der Schulstundentafel am Bundesgymnasium Seekirchen zu integrieren. Das Absenken auf die schulische Ebene als Pilotprojekt hat primär die Funktion, die Effektivität im Vergleich zu den bisherigen Projekten mit außerschulischen Kooperationspartnern zu vergleichen. Es liegt ja eine umfangreiche Evaluation auf sozialwissenschaftlicher Basis vor, die klar die positiven Wirkungen der Peermediation herausstellen. Sollte sich in der Vergleichsauswertung am Standort in Seekirchen im Schuljahr 2011/12 ähnliches ergeben, dann wird natürlich überlegt im Sinne einer Ausweitung andere Standorte für die Umsetzung von Peermediation als Unverbindliche Übung zu gewinnen.
Die Wirkung einer umfassenden gewaltpräventiven Arbeit an Schulen kann durch die Implementierung von Peermediation wesentlich erhöht werden. Davon ist der Amtsführende Präsident Mag. Herbert Gimpl überzeugt. Wir wollen auf seriöse Art und Weise das Konzept in die Fläche bringen, weil viele Konflikte mit professioneller Begleitung und entsprechender Ausbildung früh erkannt und eben wirksam aufgelöst werden können.
Schulen können hier eigenständig, treffsicher und im Sinne eines ganzheitlichen Anspruches arbeiten, sie brauchen nur eine dementsprechende Unterstützung und Begleitung.