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Neue Zukunft für die Müllkinder

Kärntner Kiwanis-Clubs bitten um Spenden für eine Schule im Kärntendorf in Madagaskar.


Dass tausende obdachlose Müllkinder in Madagaskar nicht nur ein Dach über dem Kopf, sondern auch eine Schule und ein Krankenhaus haben, ist Verdienst engagierter Kärntner. In der Gemeinschaft Akamasoa (Gute Freunde) des Missionars Pedro Opeka wurde nahe der Hauptstadt Antananarivo ein Kärntendorf mit 200 Häusern errichtet. Unter Federführung von 13 Kärntner Clubs baute Kiwanis Österreich ein Krankenhaus, eine Zahnstation, eine Notunterkunft und eine Schule. Nun soll der Schulhof überdacht werden. Dafür hat Kiwanis gemeinsam mit der Marco Polo Help-Foundation eine Bausteinaktion eingeführt. Für 20 Euro erhält man eine Kiwanis-CD mit einer Hymne über Kinder. "Der Schulhof dient den Kindern als Essplatz, Aufenthalts- und Veranstaltungsort und ist derzeit allen Witterungen ausgesetzt", erzählt der klinische Psychologe Dieter Weber vom Kiwanis Club Villach, der die Hilfe nach einem Kleine-Artikel 2002 ins Rollen gebracht hat. Kiwanis hat durch Benefizaktionen 250.000 Euro für Akamasoa mobilisiert, das Krankenhaus kostete 150.000 Euro.
Würde und Verantwortung. Vom Erfolg der Hilfsaktionen hat sich Weber mehrmals persönlich überzeugt. "Die Kinder in Akamasoa haben Würde und Verantwortung gefunden, sie sind nun ihres eigenen Schicksals Schmied", sagt er. In den 17 Dörfern der Selbsthilfe-Gemeinschaft haben sich 17.000 Menschen durch harte Arbeit im Steinbruch und in Werkstätten eine Existenz aufgebaut. Doch Wohlstand oder Medikamente gibt es nicht. "Der Hauptteil der Arbeit in Akamasoa ist der Kampf gegen die Armut", sagt Weber. "Wir müssen die Jüngsten herausholen, ihnen eine Zukunft bieten."

ELKE FERTSCHEY





Dateien:
akamasoa_kleine_zeitung.pdf

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