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Blutige Unruhen auf Madagaskar

Hier finden sie die neuesten Informationen uber den Stand der Unruhen auf Madagaskar


Montag, 9. März 2009, gesendet von Dieter Weber
"Waffenstillstand" vereinbart   Gespannte Ruhe auf Madagaskar

Auf der vor Afrika gelegenen Tropeninsel Madagaskar wollen die Konfliktparteien nach einem wochenlangen blutigen Machtkampf nun eine Verhandlungslösung suchen. Nach Angaben des Rates der christlichen Kirchen einigten sich die Konfliktparteien auf Verhandlungen vom 12. bis 14. März mit Vertretern aller gesellschaftlichen Ebenen. An ihnen sollen auch Präsident Marc Ravalomanana und sein politischer Widersacher Andry Rajoelina teilnehmen, der bis auf weiteres in einer ausländischen Botschaft wohnt und unter UN-Schutz steht. Bewaffnete Konflikte sollten vermieden werden.
 
In einer Kaserne im Süden der Hauptstadt Antanarivo, wo am Vortag Soldaten Ravalomanana den Gehorsam verweigert hatten, herrschte auch am Abend gespannte Ruhe. Die Militärführung habe durch die Zahlung von zuvor bereits in Aussicht gestellte Sonderprämien die Einheit wieder herstellen können, hieß es inoffiziell aus Militärkreisen. Überschattet waren die Krisengespräche der Konfliktparteien von Plünderungen an mehreren Stellen der Stadt. Im Gegensatz zu den vergangenen Tagen hielten sich die Ordnungskräfte jedoch diesmal auffällig zurück.
 
Die meisten Geschäfte im Stadtzentrum blieben geschlossen. Übergriffe wurden nach Informationen der französischen Botschaft aus Majunga im Nordwesten der Insel bekannt, wo Demonstranten die Stadtverwaltung besetzt hielten. Auf der Insel tobt seit Monaten ein blutiger Machtkampf zwischen Ravalomanana und Rajoelina, der ihm Machtmissbrauch vorwirft und sich selbst zum Präsidenten einer Übergangsregierung erklärt hat. Dem Konflikt fielen bisher mindestens 140 Menschen zum Opfer, zahlreiche weitere Menschen wurden verletzt.


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Aus derstandard.at 10. Februar 2009, 16:30 Machtkampf dauert an Oppositionsführer Rajoelina ernennt Gegenregierung - Friedliche Kundgebung mit tausenden Teilnehmern
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Antananarivo - Auf der von Unruhen erschütterten Tropeninsel Madagaskar geht die Machtprobe zwischen Präsident Marc Ravalomanana und seinem Herausforderer Andry Rajoelina weiter. Rajoelina präsentierte am Dienstag als selbst ernannter Staatschef in der Hauptstadt Antananarivo vor mehreren tausend Anhängern die Minister seiner Gegenregierung. Ravalomanana rief seinerseits für den (morgigen) Mittwoch zu einer Kundgebung im Stadion von Antananarivo auf.
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Nur eine Bank ist meine Bank. Raiffeisen Meine Bank. Werbung Der von Rajoelina am Samstag eingesetzte "Ministerpräsident" Monja Roindefo verkündete bei der Versammlung die Namen der neuen "Minister" für Innere Sicherheit, Finanzen, Inneres und Dezentralisierung. Bis zum Ende der Woche werde er die Namen weiterer Minister angeben, sagte Roindefo. Seine Regierung werde die Arbeit am Montag aufnehmen. Rajoelina wirft Ravalomanana Machtmissbrauch, Verschwendung von Steuergeldern und illegale Bereicherung vor.
UN-Vermittlung
Beide Konfliktparteien hatten am Vortag im Prinzip einer UNO-Vermittlung zugestimmt. Rajoelina hatte sie jedoch an die Bedingung einer Interimsregierung mit anschließenden Neuwahlen und einer Strafverfolgung der Verantwortlichen für das Blutbad vom Wochenende geknüpft. Ravalomanana hatte seinerseits seinem Widersacher die Schuld an dem Blutbad mit Dutzenden Toten gegeben, weil er eine demonstrierende Menschenmenge in eine Sperrzone vor dem Stadtpalast geführt habe. Dort hatten Soldaten der Präsidentengarde am Samstag das Feuer auf die Menge eröffnet.
Rajoelinas Anhänger haben außerdem bereits mehrfach versucht, Stimmung gegen deutsche Berater zu machen, die von Ravalomanana ins Land geholt worden sind. Vor Rajoelinas Auftritt sprach ein Redner davon, dass an dem Blutbad angeblich auch "deutsche Söldner" beteiligt gewesen seien. Insgesamt leben nach Angaben der deutschen Botschaft rund 350 Deutsche in der Inselrepublik. (APA/dpa/AP)

 

 

Brief von Pater Pedro Opeka, January 29, 2009 9:25 AM
 
Herzlichen Dank allen Kiwaniern für ihre moralische und geistige Unterstützung!
 
Es geht uns nicht gut in dieser Zeit. Die Weltwirtschaftskrise peinigt uns sehr und unser Staat wackelt in seinen Grundfesten. Am Montag und Dienstag war es besonders arg. Es gab über 80 Tote und große materielle Schäden. Heute (Donnerstag 05.00 Uhr) ist es etwas ruhiger. Ich sehe keinen Ausweg aus dieser Krise. Der Präsident und der Bürgermeister trafen gestern nicht zusammen. Der Bürgermeister proklamierte Antananarivo als die "tote Stadt" (was immer das heißen mag). Am Samstag lädt er alle seine Unterstützer zu einer großen Kundgebung am 13. Mai-Platz. Die persönliche Struktur unseres Präsidenten verspricht nichts Gutes und keine gute Lösung ist in Sicht. Er entwickelte sich zu einem Potentaten und die Macht korrumpierte ihn.
Sag bitte den Kiwaniern: Wenn wir Hilfe brauchen, werden wir uns melden! Und danke bitte noch einmal in meinem und im Namen der Akamasoa. Wie schön ist es, auf Freunde in der Not zu zählen!
 
Verbunden im Gebet!
Pedro

 








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