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Bericht aus Madagaskar

März 2011


Lieber Dieter!

 

 

Gerade als ich deine Nachricht über Pest auf Madagaskar las, erreichte mich eine Mail von Pere Pedro, in der er schreibt, wie sehr er sich über die Begegnung mit den Kiwaniern in Bregenz freut. Sie - schreibt er - wirken auf einer humanen und humanistischen Basis, die er sich für die zwischen-menschliche Beziehungen überall wünscht, insbesondere in den Bemühungen für den Schutz derer, die sich allein nicht helfen können - der Kinder. Er erinnert sich auf die Convention in Honolulu, auf die unsere in Krems und kommt nur aufgrund persönlicher Kontakte mit so vielen österreichischen Kiwaniern nach Bregenz, weil die Lage in seinem Dorf im Moment besonders prekär ist.

 

 

Darüber schreib er nicht sehr offen, weil er mit dramatischen Berichten immer sehr haushält, aber gleich so, nebenbei, erfahre ich, dass der erste Zyklon im Österreich-Dorf viel Schaden angerichtet hat, und, das ist für ihn nichts Ungewöhnliches, weil es immer wieder vorkommt - es gibt auch Pest in seinem Dorf.

Der erste Tote ist ein junger Knabe, derzeit kämpfen sie um das Leben weiterer Kinder. Die Gefahr ist groß, vor allem wegen der Müllhalde, die noch immer im Betrieb ist. Während der Regenzeit bricht hier die Pest aus - unumgänglich. Jedes Jahr, auch heuer.

 

 

Ich erinnere mich an meinen letzten Besuch dort. Er geht in die Häuser - betreut die Familien, steht ihnen bei - als ob er nie angesteckt werden könnte. Als einziger. Die anderen meiden die Kranken, überlassen sie ihrem Schicksal. Deshalb freue ich mich umso mehr, dass er trotz aller Probleme nach Bregenz kommt.

Er segnet alle Kiwanier in Österreich  und wünscht allen Frieden, Gesundheit und viel Freude.

 

 

Mit lieben Grüßen

Mirko und Berghild








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